JULIA CHARLOTTE RICHTER

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2011

video installation / screening-version, HD, sound, English subtitles, 07:45 min

 

 

videostills

 

 

 

 

 

 

 

Installationsansicht / installation view (2011, Braunschweig, exhibition "Schützenfest")

 

 

 

Installationsansicht / installation view (2013, Moscow, exhibition "Contemplating Death")

 

 

 

Installationsansicht / installation view (2015, Frankfurt, exhibition "LIMBO AND PARADISE", with Iris Musolf) 

   

 

 

Eine noch sehr junge Frau sitzt am Teich eines Gartens in einer gepflegten Einfamilienhaussiedlung und erzählt, was mit dem Körper geschieht, wenn ein Mensch stirbt. Zwischendurch gießt sie die Blumen und lässt ihre Beine im Wasser baumeln. Offenbar hat sie das Sterben mehrfach erlebt, vielleicht als Pflegerin, denn sie schildert es sehr genau und vertraut – so vertraut und selbstverständlich, wie sie sich in ihrem jugendlichen Körper verhält und sich in der Idylle des Gartens bewegt. Und als wäre es eine Hoffnung, dass es damit nicht zu Ende ist, erzählt sie: „Oder zum Beispiel auch wenn jemand, wenn der tot is, wenn du dem auf die Lunge hörst oder aufs Herz, das is ja nich, dass das dann Totenstille is, sondern du merkst da schon, dass es da im Körper arbeitet, also das blubbert so, das is so, also es gibt schon noch Geräusche von sich, aber es ist hat kein Herzschlag und keine Atmung mehr, die du hörst, aber es is halt trotzdem, das is dass dann diese Zersetzungsprozesse anfangen, und das hörst du dann in dem Sinne so. So’n ganz komisches Geräusch einfach. Also du hörst was; es ist nicht so, dass man nichts hört.“

(Bernhard Balkenhol)



A very young woman sits by a pond in a garden that is embedded in a neighborhood of detached family houses. She explains what happens in a human body when a person dies. Now and then she waters the flower beds and dangles her feet in the pond. It seems as if she repeatedly witnessed the process of dying. Her descriptions are detailed and seem to be familiar to her – so familiar and natural like she behaves, like she uses her young body and moves in the idyllic garden. And as if being hopeful that it is not the end, she says: “Or for example, when somebody ... when the person is dead, if you listen to the chest or the heart, it’s no dead silence. So, there’s some sort of bubbling ... well, there’s still some sound but no heartbeat and no breathing. It’s simply a really strange sound. So, you hear something, it’s not true that you hear nothing.”

(Bernhard Balkenhol)

  

director, production, editing, sound: Julia Charlotte Richter

camera: Ben Brix

actress: Charlotte Klinger

thanks to: Feli, Christel, Loni, Robert